Bereits zu Lebzeiten kann man für eine würdevolle Beisetzung vorsorgen, ohne dass den Hinterbliebenen die Bestattungskosten aufgebürdet werden.

 

Damit der letzte Abschied nicht zur finanziellen Last wird
Je nach Art der Bestattung kostet eine Beerdigung in der Regel zwischen 4.000 Euro bis 10.000 Euro. Kommen zusätzliche Ausgaben, zum Beispiel für einen besonders aufwendigen Grabstein oder Überführungskosten nach einem Todesfall im Ausland hinzu, kann es auch teurer werden. Mit einer Sterbegeld-Versicherung lässt sich bereits zu Lebzeiten sicherstellen, dass die Hinterbliebenen nicht durch die Beerdigungskosten belastet werden.

Bei einer Sterbegeldversicherung zahlt der Versicherungsnehmer über eine bestimmte Vertragslaufzeit oder bis zu einem bestimmten Höchstalter einen geringen monatlichen Betrag ein. In der Regel dauert die Einzahlphase maximal 20 oder 30 Jahre. Der Versicherungsschutz besteht jedoch ein Leben lang.

Die Prämienhöhe, auch eine Einmalprämie ist oftmals möglich, richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Eintrittsalter. Je jünger der Versicherte bei Vertragsabschluss, desto niedriger ist der Beitrag, der in der Regel auch steuerlich absetzbar ist. Einige Versicherer bieten neben einem finanziellen Schutz auch sogenannte Assistance-Leistungen an, wie die Vermittlung eines Bestatters vor Ort oder einer Grabpflege.

Begünstigter kann vereinbart werden
Je nach Vertragsvereinbarung ist eine Wartezeit, in der Regel von drei Jahren, möglich. Tritt der Tod während der Wartezeit ein, wird ein in den Bedingungen festgelegter Beitrag ausgezahlt. Stirbt die versicherte Person nach der Wartezeit, wird die gesamte Versicherungssumme fällig.

Einige Versicherer bieten optional an, dass die gesamte Versicherungssumme allerdings auch ausbezahlt wird, wenn die versicherte Person innerhalb der vereinbarten Wartezeit aufgrund eines Unfalles stirbt.

Der Versicherungsnehmer kann festlegen, ob er als Begünstigten einen Erben oder auch einen anderen Vertrauten einsetzt. Im Todesfall erhält dieser das Geld, um beispielsweise die Beerdigung zu bezahlen. Auf Wunsch kann in vielen Polizzen auch vereinbart werden, dass die Summe direkt an ein bestimmtes Bestattungsinstitut gezahlt wird, da viele Sterbegeldversicherer mit einem entsprechenden Unternehmen zusammenarbeiten.

 

Quelle: Versicherungsjournal 10.03.2014