Damit Sie sich die Pflege leisten können, die Sie im Alter brauchen

Durch den Segen der fortschreitenden Medizin und die stetig steigende Lebenserwartung wird sich der Pflegebedarf in Zukunft erhöhen. Wo in früheren Zeiten die Pflege hauptsächlich im Familienverband intern organisiert wurde, werden dafür in Zukunft andere Konzepte erforderlich sein. Ein weiteres Problem sind die zunehmenden Demenzerkrankungen – auch hier wird man mehr in der Prävention tun müssen, um möglichst lange geistig und körperlich aktiv zu bleiben.

Von staatlicher Seite ist in diesem Fall ein Pflegegeld – untereilt in sieben Pflegestufen in der Höhe von € 154,20 bis 1.655,80 vorgesehen. Die berechtigte Frage ist, ob dieses Geld ausreichend ist. Ich befürchte, die Antwort ist „Nein“! Denn wenn der gesamte Pflegeaufwand fremd, ohne Angehörige, zu organisieren ist, wird sich dies aus heutiger Sicht so nicht finanzieren lassen. Die Pflegevorsorge ist somit ein Vermögensproblem, welches mit ausreichendem Kapital gelöst werden kann oder durch eine Versicherung abgedeckt werden kann. Die führenden Versicherungsgesellschaften bieten hierfür bereits verschiedenste Konzepte an. Die Lösungen reichen von Aufzahlungen analog dem gesetzlichen Pflegegeld bis hin zu eigenständigen Leistungen. Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung bietet auch im Pflegefall entsprechenden Versicherungsschutz, allerdings nur bis zum Vertragsende. Sie ist daher als Pflegevorsorge für das Erwerbsleben zu betrachten. Ich denke, dass es in Zukunft auch „Assistance-Leistungen“ bis hin zur Übernahme der gesamten Pflege geben muss. Eine Pflegeversicherung kann auch mit einer Renten- und Lebensversicherung kombiniert werden. Grundsätzlich sollte man sich spätestens im Alter zwischen 50 und 70 Jahren intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.