• Der demografische Wandel – das Ansteigen der Lebenserwartung bei gleichzeitigem Rückgang der Geburtenrate – führt umlagefinanzierte Pensionssysteme an die Grenze der Belastbarkeit.
  • Seit Beginn der 90er Jahre haben zahlreiche Gesetzesnovellen zur Reduktion der staatlichen Pensionsleistung geführt.
  • Erhebliche Bundeszuschüsse sind zur Finanzierung notwendig. 2012 wurde in Österreich ca. € 46 Mrd. bzw. knapp 15 % des BIP für die Altersvorsorge aufgewendet. Die staatlichen Zuschüsse machen 2014 bereits rund € 8,7 Mrd. aus. Bis 2060 wird der Betrag auf 37 Mrd. Euro anwachsen. Unsere Volkswirtschaft wird das nicht bewältigen können, deshalb sind weitere Reformen im Pensionssystem so gut wie fix.
  • Österreich ist das einzige Land in Europa – mit Ausnahme der ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten – in dem das durchschnittliche reale Pensionsantrittsalter unter 60 Jahren liegt und wir haben mit knapp 15 % des BIP weltweit die dritthöchsten Ausgaben für das staatliche Pensionssystem.
  • Die staatliche Pension wird in Zukunft immer mehr zur Basisversorgung werden.
  • Heute dauert die Pension durchschnittlich 25 Jahre.
  • Derzeit sind nur 42 % aller 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig.
  • Im Jahr 2030 werden 25 % der österreichischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.
  • Unser Pensionssystem orientiert sich am Norm-Arbeitsverhältnis: 40 Stunden pro Woche, über Jahrzehnte, ohne Pause.
  • Demgegenüber stehen viele Teilzeitarbeitende – vor allem Frauen. Für sie gilt: fehlende Lohnerhöhungen, geringere Beitragszeiten und dadurch geringere Pension.
  • Immer mehr – vor allem junge – Menschen arbeiten atypisch („Generation Praktikum“).
  • Für Personen, die ab 1955 geboren sind, ergeben sich bis zu 50 % weniger staatliche Pension im Vergleich zu Personen mit Pensionsstichtag 2003.
  • Jeder 5. Erwerbstätige hat noch nicht vorgesorgt.